… und alles in so kurzer Zeit!

Bereits im Mai ging es innerhalb weniger Tage richtig turbulent zu. Ich habe soviele neue interessante Menschen kennen und schätzen gelernt, neuen Input zur Planung und Orga meiner Shootings bekommen, Benjamin von Wong bei einem seiner Foto-Projekte in Deutschland kennen gelernt, mit den Wasteland Warriors auf Achse gewesen … Die ganzen Eindrücke und neuen Erfahrungen wollen erstmal verarbeitet werden.

Angefangen haben die turbulenten Tage mit dem Webinar von Lyonel Stief zum Thema „Planung und Orga kreativer Shootings“ … Bisher habe ich noch nie ein Webinar mitgemacht. Aber ich hab mir gedacht: „Los, komm, probier es doch einfach mal! Schlimmstenfalls hast du ein paar Euros in den Sand gesetzt und 2 Stunden Lebenszeit verschwendet.“ Leute, ich war wirklich begeistert von dem Webinar! Jeder Euro hat sich gelohnt! Zum einen bekam man mal einen Einblick, wie Lyonel seine Shootings aufzieht, wie akribisch er plant und oranisiert … und zum anderen erfuhr man auch noch hier und da einige Tricks, die man selber in seinen Shootings einsetzen kann. Fazit: ich kann euch zumindest die Webinare von Lyonel nur empfehlen! Völlig locker erzählt er von seiner Arbeit und weicht dabei auch immer wieder von seinen vorbereiteten Folien ab und plaudert dabei aus dem Nähkästchen – so erfährt man ganz nebenbei den ein oder anderen Trick, wie er bestimmte Effekte in seinen Bildern ohne grossen Aufwand hinbekommt.

Dann ging auch alles Schlag auf Schlag weiter. Ein Anruf aus dem HQ der Wasteland Warriors: „Hey, Micha, hast du nicht Lust mit nach Ferropolis zu kommen? Wir shooten ja dort mit von Wong – ist sicher für dich sehr interessant, mal zu sehen, wie er fotografiert.“ Hm … klar! 😀  Also schnell alles andere Anstehende verschoben, mich seelisch und moralisch auf ein paar Tage im Osten vorbereitet … und dann ging es auch schon los. Erst mal ab Richtung HQ Wasteland Warriors – beim Ein- und Beladen des Transporters helfen und dann ab – mit 90km/h über die Autobahn Richtung Dessau … Das war eine Fahrt!! Alleine für die Hinfahrt hat sich das alles schon gelohnt! 😀

Eines der Showfahrzeuge der Wasteland Warriors (leider nur ein Handyfoto - meine Kamera hatte ich irgendwo in den Tiefen des Trasporters schon verkramt)

Eines der Showfahrzeuge der Wasteland Warriors (leider nur ein Handyfoto – meine Kamera hatte ich irgendwo in den Tiefen des Trasporters schon verkramt)

Mitten in der Nacht dann am Motel angekommen, alle wollten nur noch auf’s Zimmer und ins Bett – am nächsten Mittag sollte dann der Aufbau beginnen. Wir haben es gerade noch so pünktlich zur vereinbarten Uhrzeit geschafft, in Ferropolis anzukommen – natürlich nicht ohne ein gesundes Frühstück von McDonalds! 😀 Benjamin von Wong war mit seinem Team schon vor Ort und hatte sich die Location für sein geplantes Projekt schon ausgesucht. Auch die Warriors standen schon Gewehr bei Fuss und seltsamerweise gelang das Ausladen wesentlich schneller als das Einladen! 😀 Im späten Nachmittag stand dann alles mehr oder weniger an Ort und Stelle – die ersten Fotos waren auch schon im Kasten … also alles soweit perfekt. Abends fuhr dann das gesamte Team – immerhin knapp 25 Leute – in ein griechisches Restaurant in der Nähe zum gemeinsamen Abendessen, Plaudern, Austausch, etc. …
Als wir dann wieder im Hotel ankamen, fielen wir – mal wieder – absolut fertig in das Heia-Bettchen. Für den kommenden Tag standen die Projekt- und die Einzelshoots an – endlich richtig Action! 😀 Es war schon sehr interessant zu sehen, wie Benjamin von Wong seine Sets akribisch aufbaut. Da bleibt fast nichts dem Zufall überlassen! Oftmals wurden Requisiten nur zentimeterweise verschoben, dann wieder wurden die Darsteller anders positioniert, hier wurde das Licht anders justiert … Im Grunde genommen also all das, was jeder ambitionierte Hobbyfotograf ebenfalls macht – nur eben absolut akribisch – und das widerum sieht man halt an den Fotos! Diese Feinarbeit macht sich letztendlich halt doch bezahlt.

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Dann gab’s das erste Rauchshooting … und die Welt wurde schwarz! 😀 Die Rauchbomben waren echt … bombig! Je nachdem wie der Wind stand, verschwand das gesamte Set innerhalb Sekunden von der Bildfläche und man sah nur noch ein massiv wirkende schwarze Wand auf sich zukommen. 😀 Aber das Ready-Piepen der Blitze zeigte einem immer noch akustisch an, dass Benjamin von Wong fleissig Aufnahmen machte. (Am letzten Tag hatten wir Gelegenheit, die ein oder andere Aufnahme von diesem Set zu sehen – und man sieht tatsächlich noch was! Das hat mich persönlich doch sehr überrascht, was man mit einem 600WS-Blitz und 4 YN562er so alles noch „erleuchten“ kann! Ich bin sehr gespannt auf die fertigen Fotos von diesem Set – die werden mit Sicherheit episch gut werden!)

Überhaupt war die Location einfach klasse! Mal abgesehen vom Tagebau in unserer Gegend hab ich noch nie so viele riesige Bagger auf einem Haufen gesehen!

(Handyaufnahme)

(Handyaufnahme)

 

(Handyaufnahme)

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(Handyaufnahme)

(Handyaufnahme)

 

(Handyaufnahme)

(Handyaufnahme)

 

Interessant waren auch die Hotelzimmer! 😀 In einem Zimmer: ein riesiger alter Blutfleck auf dem Boden … im anderen Zimmer Blutspritzer quer über eine Wand und die Gardinen. Aber ansonten waren die Zimmer gar nicht so übel … wobei die Nächte ohnehin zu kurz waren. 😉

Leider darf ich noch keines der normalen Outtakes veröffentlichen … das wird wohl noch ein wenig dauern. Aber ihr könnt sicher sein: die Bilder sind echt der Hammer geworden! Also achtet auf die Ankündigungen auf meiner Facebook-Seite, wenn es endlich zur Veröffentlichung kommt.